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Benefiz - Spenden für einen guten Zweck

Familie Nermerich ruft alle Besucher vor ihrem Haus auf, für den Förderverein der Kinderstation der Städtischen Kliniken in Frankfurt-Höchst eine Spende in eine dafür angebrachte Sammelbüchse zu stecken - mit gutem Erfolg!

Bisher (Stand 1. April 2010) kamen EUR 27.777,77 an Spendengeldern zusammen. So kamen in 2009 EUR 5.555,55, in 2008 EUR 6.666,66 und in 2007 insgesamt EUR 3.555,55 zusammen! Hier die Berichte darüber:


Spenden 2008

111.111 Lichter „strahlten“ mit 1.111 Weihnachtskugeln sowie 111 Weihnachtsfiguren während der Adventszeit 2008 am Haus des Ehepaars Nermerichs in Kelkheim und zogen damit hunderte Familien an. Die glitzernde Besucherattraktion hatte einen weiteren guten Zweck. Das Ehepaar sammelte während dieser Aktion Spenden für den Förderverein der Kinderklinik in Frankfurt-Höchst. 6666,66 EURO waren auf diesem Wege zusammen gekommen, ganz im Sinne des Paares, das Schnapszahlen liebt. Am Mittwoch, dem Geburtstag von Bernhard Nermerich, stellte der Förderverein der Kinderklinik dem Ehepaar Nermerich den konkreten Einsatz der Spenden vor. Modernste Messinstrumente sowie Materialien für die Betreuung von diabeteskranken Kindern sollen angeschafft werden.

Wir haben dabei ganz im Sinne des Ehepaares Nermerich gehandelt und elf spezielle Messgeräte für den so wichtigen Langzeit-Blutzuckerkontrollwert HbA1c mit schnellem Ergebnis in nur fünf Minuten und minimal benötigter Blutmenge angeschafft, die im Rahmen von Kontrolluntersuchungen eingesetzt werden. Zudem werden elf Schulungsbücher speziell für Jugendliche eingekauft sowie 99 Psychologenstunden ermöglicht. Das heißt, der Förderverein der Kinderklinik der Städtischen Kliniken Frankfurt a.M.-Höchst stellt für jedes Kind, bei dem ein Diabetes neu diagnostiziert wurde, auf Wunsch eine kostenfreie Beratungsstunde mit einer Psychologin. Mit dieser zusätzlichen Unterstützung soll auch der schlimmste Schreck aufgefangen werden“, so Joachim Scholz, Oberarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der Städtischen Kliniken Frankfurt a.M.-Höchst und Vorstand des Fördervereins. Sofern im Einzelfall eine längerfristige begleitende Psychotherapie erforderlich sei, müsse dies bei der Krankenkasse beantragt werden.

Dr. Lothar Schrod, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, und Prof. Dr. Christian Trendelenburg, Ärztlicher Direktor der Städtischen Kliniken Frankfurt a.M.-Höchst, dankten dem Ehepaar Nermerich sehr herzlich für die großartige Initiative. Als Dankeschön überreichten sie einen Rahmen mit elf Bildern, die die kleinen Patienten der Städtischen Kliniken Frankfurt a.M.-Höchst extra für das Ehepaar Nermerich gemalt hatten.

In der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der Städtischen Kliniken Frankfurt am Main-Höchst werden pro Jahr rund 5000 Patienten bis zum Jugendalter medizinisch versorgt. Im Rahmen des Interdisziplinären pädiatrischen Zentrums erfolgt eine enge Zusammenarbeit mit der Kinderchirurgie, Kinderurologie, Kinderorthopädie, Kinder- und Jugendgynäkologie, den Kliniken für HNO-Krankheiten, Augenheilkunde und Neurochirurgie sowie dem Sozialpädiatrischen Zentrum. Mit der Kinderchirurgie und der Frauenklinik bildet die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin zudem eines der größten Perinatalzentren Hessens für die Betreuung von Risikogeburten einschl. extrem kleiner Frühgeborener und Neugeborener mit schweren Fehlbildungen vor und nach der Geburt.

Steigende Zahl von Diabetes-Erstmanifestationen bei Kindern
„Zu unseren kleinen Patienten gehört auch eine steigende Zahl von diabeteskranken Kindern“, unterstreicht Dr. Lothar Schrod. Dabei werde immer häufiger eine Diabetes-Erstmanifestation beobachtet. „Allein im Jahr 2008 wurden 19 neue Fälle diagnostiziert, oftmals verbunden mit einem längeren Krankenhausaufenthalt. Der jüngste Patient war 14 Monate alt“, so Schrod. Aktuell befinden sich 60 Patienten in regelmäßiger ambulanter sowie auch stationärer Diabetesbetreuung der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin. Zum Spektrum der Klinik gehöre nicht nur die Feststellung eines Diabetes bei Kindern, sondern auch die theoretische und praktische Schulung von Patient und Familie unter Einbeziehung des Umfeldes des betroffenen Kindes wie Kindergarten, Schule, Betreuer über die Durchführung von Blutentnahmen und Insulininjektionen bzw. der Umgang mit modernsten Insulinpumpen sowie die Ernährungsberatung. Zur Verfügung stehe dafür ein Team aus Diabetes-Schwestern, Ernährungsberaterin, Ärzten und Sozialarbeiterin.

Die Städtischen Kliniken Frankfurt am Main-Höchst - ein Eigenbetrieb der Stadt Frankfurt - betreiben Medizin der höchsten Versorgungsstufe und sind akademisches Lehrkrankenhaus der Johann Wolfgang Goethe-Universität. Jährlich werden über 35.000 Patienten stationär und mehr als 60.000 Patienten ambulant behandelt. Mehr Informationen unter www.skfh.de.

Quelle: Frankfurt Live vom 12.3.2009


Spenden 2007

EUR 3.555,55 sammelte Bernd Nermerich aus dem Sendelbacher Weg in seiner Büchse, die er in der Vorweihnachtszeit und über Weihnachten an seinem Grundstück aufgehängt hatte.

In diesen Wochen hatte er Haus und Bäume mit Tausenden von Lichtern geschmückt und es kamen viele, viele Besucher, Väter mit Kindern, Großeltern mit Enkeln, um die Lichterparade am Weihnachtshaus um Santa Claus herum zu bestaunen. Als Dank steckten sie dann Euros in die Büchse. Und dieses Geld war wieder für das Kinderkrankenhaus in Höchst bestimmt, wo Oberarzt Hans Joachim Scholz (links) und Privatdozent und Chefarzt Dr. Lothar Schroth das Geld von Michaela und Bernd entgegennahmen und sich mit einem Blumenstrauß bedankten. (Bild unten). Damit kamen bisher durch das Weihnachtshaus 15.555,55 Euro zusammen, die dazu beitrugen, dass in dem Krankenhaus Dinge angeschafft werden konnten, die sonst nicht in den Etat aufgenommen werden können, die für die Ärzte und Helfer aber bitter notwendig sind, um Kindern bei der Notfallversorgung zu helfen.

Vor ein paar Jahren wurde bereits eine Reanimations-Puppe aus den Spenden angeschafft, an der Dr. Schrod und Dr. Scholz den Nermerichs (Bild oben) die Funktion einer solchen Puppe vorführten. Bisher jedoch fehlte eine Reanimationspuppe-Junior, an der kindliche Notfälle jenseits des Säuglingsalters von Ärzten, Schwestern und Helfern trainiert werden können. Zusammen mit der Spende der Familie Nermerich und einer Spende der Lions aus Königstein kann nun diese Puppe im Wert von über 8.000 Euro angeschafft werden. Für die Nermerichs war dieser Rekord ein bitterer Erfolg. Michaela stürzte beim Dekorieren von der Leiter und brach sich einen Rückenwirbel, das Schlüsselbein, ein Handgelenk und zog sich Schäden an Lunge, Augen und Ohren zu, die zum großen Teil bis heute noch nicht verheilt sind und Quelle dauernder Schmerzen sind. Und trotzdem wollen beide weitermachen – wenn wir sie richtig verstanden haben.

Quelle: http://www.kelkheimerzeitung.de/aktuell/index.php?newsid=9529